Aktuelles
Arbeitgebertag 2026: Arbeitgeber fordern die Reformumsetzung
Beim diesjährigen Arbeitgebertag waren die Botschaften an die Politik einhellig und klar!
Nach dem verpatzten Herbst der Reformen 2025 müssen noch im Jahr 2026 die zugesagten Reformen von der Schwarz/Roten-Koalition in den Umsetzungsmodus gebracht werden. Bundeskanzler Friedrich Merz teilte die Einschätzung der Arbeitgeber, dass die Vorschläge der Alterssicherungskommission bereits geeinte Kompromisse beinhalten. Die CDU/CSU-Fraktion und die SPD-Fraktion waren in der Kommission vertreten. Insofern zeigte der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Verständnis für die Ungeduld der Arbeitgeber, die seit Wochen auf die Gesetzesinitiative aus dem zuständigen Bundesarbeitsministerium warten.
Auch zu anderen bereits in der Koalition geeinten Punkten zur Einleitung der Wirtschaftswende sind gesetzliche Änderungen nicht umgesetzt worden. Bundeskanzler Merz zeigte sich überzeugt, dass der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer jetzt schnell liefern werde und es auch bei der Zusage seiner Vorgängerin Bärbel Bas bleibe, dass das „Gesamtkunstwerk“ einer generationengerechten Rentenreform vom Koalitionspartner getragen wird. So war es im Fall einer einstimmigen Empfehlung der Alterssicherungskommission auch verabredet.
Für die keramische Industrie waren BVKI-Präsidentin Sybille Kaiser und BVKI-Hauptgeschäftsführer Christoph René Holler beim Deutschen Arbeitgebertag 2026 vertreten. Die Keramik-Arbeitgeber haben in den letzten Monaten immer wieder deutlich gemacht, dass mehr als 40% Lohnnebenkosten auf Dauer nicht geschultert werden können. Wenn die Wirtschaftswende gelingen soll, muss neben einer deutlichen Senkung der Gaspreise auch eine kostensenkende Sozialstaatsreform kommen.
Zu kritisieren ist, dass die Bundesregierung von dem zwingenden Ziel der Senkung der Lohnnebenkosten abrückt, auch beim Arbeitgebertag wurde seitens Koalitionsvertreten „nur“ über die Bremsung des Anstiegs gesprochen. Notwendig ist aber die Entlastung der Arbeitgeber bereits in 2027.
20.10.2026
DKG-VKI Industrial Innovation Award 2026 erstmals verliehen
Vom 14. bis 16. September 2026 fand an der Universität Augsburg die KERAMIK 2026 / 101. DKG-Jahrestagung statt. Die Jahrestagung zählt zu den zentralen Fachveranstaltungen der deutschen Keramikbranche und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Wissenschaft zusammen.
Ein besonderer Programmpunkt des diesjährigen Konferenzdinners war die erstmalige Verleihung des DKG-VKI Industrial Innovation Award durch die Deutsche Keramische Gesellschaft (DKG) und den Verband der Keramischen Industrie (VKI).
Der DKG-VKI Industrial Innovation Award 2026 ging an ein Team der Schunk Ingenieurkeramik GmbH für die Entwicklung und Industrialisierung des additiven Fertigungsverfahrens IntrinSiC®. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung großer und komplexer Bauteile aus Siliziumcarbid (SiC) und Borcarbid (B₄C) mittels pulverbettbasiertem 3D-Druck.
Mit der Auszeichnung würdigen DKG und VKI die erfolgreiche Entwicklung einer keramischen Innovation von der Forschungs- und Entwicklungsphase bis zur industriellen Anwendung.
Herzlichen Glückwunsch an das ausgezeichnete Team der Schunk Ingenieurkeramik GmbH!
17.09.2026
Keramik-Arbeitgeber fordern Entlastung in 2027
Für die Keramik-Arbeitgeber kommt es bei den von der Bundesregierung jetzt eingeleiteten Reformprozessen mit absoluter Priorität darauf an, dass die Betriebe in 2027 entlastet werden. So ist für Sybille Kaiser, Präsidentin des Bundesverbandes der Keramischen Industrie, zwingend, dass die Lohnzusatzkosten im kommenden Jahr auf 40% sinken! Ein reines Einfrieren von im internationalen Vergleich Höchstbeiträgen der deutschen Arbeitgeber wäre kein echter Erfolg. Zumal in der Zwischenzeit fast überall Konsens bestehet, dass die Höhe der Arbeitskosten in vielen Branchen eine wettbewerbsfähige Produktion nicht mehr ermöglichen. In der mittelständischen Industrie wird die Ansage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass die Wettbewerbsfähigkeit beim Regierungshandeln künftig Priorität eingeräumt wird, sehr begrüßt, unterstreicht BVKI-Präsidentin Sybille Kaiser.
Zu dieser Vorfahrt für Wettbewerbsfähigkeit gehört dann aber auch zwingend, dass die nationale CO2-Bepreisung für Produktionswerke gestrichen wird. Die Bundesregierung kann nicht ohne Rücksicht auf internationale Entwicklungen ein Instrument in Kraft lassen, welches zum Energiepreis-und Inflationstreiber mutiert ist! Mit dem nationalen CO2-Preis werden heimische Betriebe inzwischen mit Ansage ins Ausland vertrieben. Dies ist auch klimapolitisch keine kluge Politik. BVKI-Präsidentin Sybille Kaiser fordert eine künftig in Gleichklang mit der EU ausgerichtete Politik. In einem Binnenmarkt können unterschiedliche Dekarbonisierungspfade nicht funktionieren. Wenn die Klimaneutralität in Brüssel auf 2050 festgelegt ist, wird dies so in nationales Recht überführt werden müssen. Damit es in Deutschland wieder Planungssicherheit für Investitionen gibt, muss es jetzt sehr schnell zu verbindlichen Kursänderungen kommen.
Ansprechpartner:
Christoph René Holler
Hauptgeschäftsführer
Bundesverband der Keramischen Industrie e. V.
Ludwigsmühle 4
95100 Selb
Tel.: 09287/808-0
Holler@keramverband.de
www.keramverbaende.de
17.07.2026
Pressemeldung Keramik-Arbeitgeber fordern Entlastung in 2027

































































































